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Ein Tag in den Tropen

Published on 8. November 2011 by in Ausflugsziele
Tropical Islands

Tropical Islands

Vergangenen Monat haben wir einen Kurzurlaub geplant. Aber wo soll es denn hingehen? Na klar, ins Tropical Islands nach Brandenburg. Also schon mal im Internet Eintritt und Übernachtung gebucht. Stop, so schnell geht es aber nicht! Da fangen die Probleme schon an. Möchte man gerne im Tropical Islands übernachten, sollte der Geldbeutel dementsprechend vorbereitet sein. Man kann wählen zwischen 24 Std. Ticket, Übernachtung im Zelt oder in einer Lodge. Preise liegen hierbei bis 249€ pro Person. Eine andere Möglichkeit ist, ein Hotel außerhalb zu nehmen. Zwei Personen im Doppelzimmer mit

Frühstück für 130€ inklusive dem Eintritt von fast 60€. Alles klar, nehmen wir. Angepriesen wurde es als All-inklusiv, aber weit gefehlt. Der Eintritt in die Saunalandschaft ist mit 12€ pro Person nicht dabei. Wer gerne die Rutschen nutzen möchte, der muss noch einmal 4,50€ berappen. Gleiches gilt auch für den Jungle-Lift.

Nun gut also los geht’s.

Anreise morgens um 10:45 Uhr. Bis dahin muss man auch dort sein, da ab 11 Uhr die Reservierung nicht mehr berücksichtigt wird und so bleibt einem nichts anderes übrig als sich bei den Tagesgästen anzustellen. Die 130€ zahlt man am Eingang, dann gibt es ein Chiparmband mit dem man alles Weitere bezahlt.

Es war jetzt schon ziemlich voll und wir mussten uns erst zurecht finden. Allerdings ist der erste Blick nach oben unter die Hallendecke, in 107 Meter Höhe, schon faszinierend.

Nachdem wir uns durch einen endlos scheinenden Umkleidentrakt quälten, kamen wir endlich hinein. Zuerst mal ein kleiner Rundgang. Die Merchandising shops ließen wir wörtlich links liegen, sowie auch den Frisörsalon. Dann kamen einige Restaurants und Bars, die überwiegend noch geschlossen waren.

Südsee

Südsee

Zum Baden gab es nur zwei große Becken. Das Größte davon, die Südsee, hat einen realen Sandstand. Sehr nett gemacht auch mit zahlreichen Liegen, die aber ganz nach deutscher Manier restlos mit Handtüchern belegt waren. Also unser Zeug in den Sand geschmissen und hinein ins Wasser. Brrrr…… unter Südsee stelle ich mir andere Temperaturen vor. Wenn man sich allerdings dran gewöhnt hat geht’s. Eine Runde schwimmen und wieder raus. Danach das kleine Becken erkundet. Es hat mehr Wasserattraktionen, wie einen Strudel, Springbrunnen und Wasserfälle. Hier sind auch eher die Kinder und Nichtschwimmer bestens aufgehoben.

Man sollte auch den Namen Tropical Islands wörtlich nehmen. Es soll mehr die Tropen verkörpern als ein Spassbad. So gibt es in der Mitte der Halle einen großen Tropenbereich mit Naturrätseln, Teiche mit richtig großen Fischen von verschiedenen Kontinenten, Schildkröten und Vögel die hier frei durch die ganze Halle fliegen. Ungewöhnlich ist auch nicht, dass mal ein exotisches Huhn den Weg kreuzt und auf der anderen Wegseite wieder zwischen den Palmen verschwindet.

Kleines Erlebnisbecken

Kleines Erlebnisbecken

Es ist Mittag und uns quält so langsam der Hunger, mit hinein nehmen darf man nichts, aber inzwischen hat auch das erste, nennen wir es mal Restaurant, geöffnet. Es gibt Pizza, Riesenschnitzel und Asiatisch als eine Art kleines Buffet. Die Pizza sah besser aus als sie geschmeckt hat und das Schnitzel war das erste in meinem Leben, dass ich nicht aufgegessen habe. Am Appetit lag es nicht, vielmehr an Geschmack und Konsistenz.

Das ganze garniert mit einer dickflüssigen Fertigpilzsauce, die zusätzlich mit 1,50€ berechnet wurde.

An der Kasse noch eine Überraschung. Zum Essen gab es je ein Getränk dazu. Plötzlich sollten wir einen Becher (den Becher nicht den Inhalt) bezahlen, dafür können wir ihn auch behalten. Wir wollten doch gar keinen Becher kaufen, aber weil schon ein Getränk drin war mussten wir ihn nehmen. So hat uns das Essen knapp 24€ gekostet. Dafür hatten wir ab jetzt einen Becher, sogar mit Deckel, den wir in der Umkleide immer wieder mit unseren eigenen Getränk befüllt haben.

Nach dem schlechten Essen ab in den Saunabereich, ausruhen. Am Drehkreuz braucht man nur sein Chiparmband zu scannen und schon wird man um weitere 12€ erleichtert. Hier gab es nun allerhand Saunen, Dampfbäder und Pools. Außerdem hat man hier die Möglichkeit sich auf eine der zahlreichen freien Liegen auszuruhen oder sich in den Ruheraum zu legen und mal ein wenig zu schlafen. Als ich meine Augen wieder öffnete konnte ich gar nicht glauben, dass es schon weit nach 17 Uhr war. Das war also wirklich Entspannung pur. Nach ein paar weiteren Saunagängen und Blubberbädern hatten wir doch schon wieder Hunger auf einen kleinen Snack. Gut, dass es auch hier die Möglichkeit gibt zu Speisen und zu Trinken. Das Restaurant macht mit seiner gläsernen Wellness-Showküche einen guten Eindruck und das Essen auf den Nachbartischen sah echt gut aus. Meine Begleitung hat sich erst für einen Erdbeer-Eis Becher entschieden während ich mich mit einem Bier erfrischte. Obwohl so nicht bestellt brachte die nette Bedienung uns zum Eisbecher gleich zwei Löffel. Sehr aufmerksam, muss ich sagen. Das Eis für 5,60€ war auch wirklich groß und reichte locker für zwei.

Ballon

Ballon

Was ganz besonders Witziges waren die beiden Heißluftballons. Mit dem einen wurden die Besucher, immer zu zweit, an einem Stahlseil in 60 Meter Höhe gelassen und nach 10 Minuten wieder runter gezogen. Preis pro Person 12€! Mit dem anderen Ballon wurde man herum „getragen“. Ein Mitarbeiter hatte einen Petzl Navaho Gurt mit drei Seilen daran an. Die Besucher standen in dem kleinen Korb am Ballon. So konnte der „Rundflug“ beginnen und das Tropical Islands von oben erkundet werden. Der Preis dafür 25€ und nochmal 5€ pro Person!

Acht Stunden haben wir durchgehalten und gar nicht alles gesehen. Es ist wirklich sehr weitläufig. Man muss auch bedenken, dass die Halle 300 Meter lang ist und mit allerhand Attraktionen vollgestopft ist. So haben wir auf unserer Abschlussrunde noch einen riesigen Kinderspielplatz mit Kettcars, Pedalos uwm, und einen Minigolfplatz gefunden. Der Jungle-Lift war außer Betrieb, sowie noch ein anderer Bereich an dem kräftig mit einem Kran, der in der Halle stand, gearbeitet wurde. Die Arbeiten haben aber nicht wirklich den Badebetrieb gestört. Die Fotos sind mit dem iPhone entstanden, da ich die Spiegelreflex im Auto gelassen habe. Es ist aber problemlos möglich eine Kamera mit hinein zu nehmen (außer Saunalandschaft) und zwischendurch, wenn man nicht darauf aufpassen kann, in den Spind zu legen.

Kleines Becken 2

Kleines Becken 2

Was noch schade war, in unserem Buchungspaket wäre noch der Eintritt für den nächsten Tag mit drin gewesen. Nur das hat uns erst mal keiner gesagt.

Abends im Hotel waren wir von dem guten Standard überrascht, sehr gepflegt und sauber. Nur die Kurtaxe ist in unserem Fall unnötig, dennoch muss sie jeder der im Spreewald übernachtet zahlen. Auch das abendliche Essen, Tomatensuppe und Salat für meine Begleitung und Rinderroulade mit Klöße und Rotkohl für mich, dazu ein paar Getränke und das für 18€. Da kann man echt nicht meckern.

Am nächsten Morgen ging es nach dem reichhaltigen Frühstücksbuffet weiter, irgendwas wollten wir noch unternehmen…ab zur F60!

 
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